Aktuelles
Der Vorstand der Freien Wähler (FW) Gaimersheim wurde in der Jahreshauptversammlung bestätigt: Zum 1. Vorsitzenden wurde Christian Ponzer gewählt, sein Stellvertreter ist Michael Mitulla. Weiterhin wurden als Kassier Richard Wurm, als Schriftführer Walter Raml und als Beisitzerinnen Veronika Zeller und Monika Raml bestimmt.
Bei der jüngsten FW-Sitzung wurden aktuelle Themen aus dem Gemeinderat diskutiert sowie Termine für die kommenden Monate geplant. Durch den vorliegenden ISEK-Bericht mit Bürgerbeteiligung sehe man sich in seiner bisherigen Arbeit im Gemeinderat bestärkt, betonte FW-Fraktionssprecherin Monika Raml. Seit Jahren verfolge man die Themen Verkehrsentwicklung, kommunales Wohnen, soziales Miteinander, Natur- und Umweltschutz mit entsprechenden Anträgen und Initiativen. Vieles gehe sehr zögerlich voran, so etwa die Umsetzung des bereits im Gemeinderat beschlossenen Antrags auf Wohnmobilstellplätze am Freizeitbad Aquamarin, Baumpflanzungen nordöstlich des Friedhofs und vor allem die Entwicklung von bezahlbarem Wohnraum, etwa auf dem ehemaligen Ziegeleigelände. Anträge wie der Brunnen am Marktplatz müssten angesichts der Klimaentwicklung erneut auf den Prüfstand gestellt werden – die technische Umsetzung sei durch entsprechende Vorkehrungen bei der Sanierung des Marktplatzes möglich. Auch das Angebot an Trinkwasserbrunnen (der bisher einzige am Maibaum war von den FW beantragt worden) müsse im Ortsgebiet ausgebaut werden. Nun hoffe man, dass das im ISEK-Verfahren seit Dezember 2019 mit Gemeinderatskolleginnen und -kollegen, Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung mühsam erarbeitete Konzept nicht in der Schublade verschwinde, sondern nach sorgfältiger Priorisierung und Prüfung der Finanzmittel aktiv umgesetzt werde. Hierzu lobte Raml ausdrücklich das federführende Planungsbüro, das sämtliche Maßnahmen mit entsprechender Kostenschätzung und mit Fördermöglichkeiten hinterlegt habe.
Dringenden Handlungsbedarf sehen die Freien Wähler bei der Innerortsentwicklung (Stichwort: Gasthaus am Marktplatz mit anliegenden Gebäuden wie dem ehemaligen Maget-Anwesen) sowie bei der Weiterentwicklung des Gewerbegebiets und einem verbesserten Anschluss der Mittleren Heide und Lippertshofen an den Markt. Besonders kritisch beobachte man die steigenden Ausgaben im ÖPNV bei konstant niedriger Auslastung vieler Linien, so Raml. Hier müssten neue ergänzende Mobilitätslösungen gefunden werden, die näher an den Bedürfnissen der Bürger/innen und kostengünstiger seien, etwa Ruf- oder Shuttlebus-Angebote, wie die Bürgerbus-Testphase der Freien Wähler gezeigt habe. Michael Mitulla mahnte eine konsequentere Radwegnetz-Planung an, sowohl als Lückenschluss im Bestand als auch bei der Planung von Neubaugebieten. Beim Hochwasserschutz solle man sich an anderen Kommunen orientieren, die bereits die Einführung eines entsprechenden Sturzflut-Risikomanagements planen.